Der Marie-Steiner-Zweig


„Zweig“ ist im Sinne eines geistigen Baumes zu verstehen, den die Mitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft als einen Organismus bilden.

Im September 1999 entschlossen sich einige Anthroposophen einen zweiten Zweig neben dem schon bestehenden zu begründen. Den Namen „Marie Steiner Zweig“ wählten wir, weil Marie Steiner der Mensch war, der Rudolf Steiner in der Ausgestaltung der Anthroposophie mit allerstärkster Kraft half. Sie hat vor allem den künstlerischen Ausdruck der Anthroposophie geprägt, sodass die von ihr geleitete Eurythmie und Sprachgestaltung ein vollgültiges Gebiet der Anthroposophie wurde.

Was tun wir im Zweig?

Wir lesen die Schriften und mitgeschriebenen Vorträge Rudolf Steiners und sprechen über die auftauchenden Fragen miteinander. Über das Lesen anthroposophischer Literatur schrieb Rudolf Steiner in seiner Autobiographie „Mein Lebensgang“:

„… ein anthroposophisches Buch ist darauf berechnet, in innerem Erleben aufgenommen zu werden. Dann tritt schrittweise eine Art Verstehen auf. Dieses kann ein sehr schwaches sein. Aber es kann – und soll da sein. Und das weitere befestigende Vertiefen durch die Übungen, die in „Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?“ geschildert sind, ist eben ein befestigendes Vertiefen. Zum Fortschreiten auf dem Geisteswege ist das notwendig; aber ein richtig verfasstes anthroposophisches Buch soll ein Aufwecker des Geistlebens im Leser sein, nicht eine Summe von Mitteilungen. Sein Lesen soll nicht ein Lesen, es soll ein Erleben mit inneren Erschütterungen, Spannungen und Lösungen sein.

Ich weiß, wie weit das, was ich in Büchern gegeben habe, davon entfernt ist, durch seine innere Kraft ein solches Erleben in den lesenden Seelen auszulösen. Aber ich weiß auch, wie bei jeder Seite mein innerer Kampf dahin ging, nach dieser Richtung hin möglichst viel zu erreichen. Ich schildere dem Stile nach nicht so, dass man in den Sätzen mein subjektives Gefühlsleben verspürt. Ich dämpfe im Niederschreiben, was aus Wärme und tiefer Empfindung heraus ist, zu trockener, mathematischer Stilweise. Aber dieser Stil kann allein ein Aufwecker sein, denn der Leser muss Wärme und Empfindung in sich selbst erwachen lassen. Er kann diese nicht in gedämpfter Besonnenheit einfach aus dem Darsteller in sich überfließen lassen.“

Es können folgende fortlaufende Veranstaltungen besucht werden:

  • Der Einführungsabend soll einen Einstieg in die Gedanken- und Erlebniswelt der Anthroposophie ermöglichen.
  • Am sogenannten Zweigabend treffen sich Menschen, die mit den Gedanken der Anthroposophie schon vertraut sind. Man muss nicht Mitglied sein, um daran teilnehmen zu können.
  • Die Arbeitsgruppe „Soziale Dreigliederung“ befasst sich mit der Durchdringung sozialer Fragen.
  • Der Kurs „Das Lukasevangelium“ arbeitet zur Zeit die Vorträge Rudolf Steiners zum „Lukasevangelium“.
  • Der Eurythmiekurs bietet die Möglichkeit, die Bewegungen der eurythmischen Kunst zu erlernen.

 

Postadresse:

Marie Steiner Zweig
c/o Armin Alles
Narvikstraße 210
24109 Kiel

 

Anmeldung und Nachfrage:

Sabine Alles, Tel: 0431 / 52 62 17

 

Für Spenden auf das Konto:

GLS Gemeinschaftsbank Filiale Hamburg,
IBAN DE19 4306 0967 0045 3181 00
BIC GENODEM1GLS

ist eine Spendenbescheinigung (wissenschaftl. Zweck) möglich.